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https://www.theburningplatform.com/2026/03/19/march-16-19-diplomatic-impunity/#more-400390
Gott steh uns bei
von Gold & Geopolitics, 16.-19.03.2026
Ali Larijani wurde am Dienstagmorgen im Haus seiner Tochter getötet. Sein Sohn war bei ihm. Ein Wohngebiet am östlichen Stadtrand von Teheran wurde bei dem Angriff dem Erdboden gleichgemacht. Das iranische Staatsfernsehen bestätigte dies noch vor Sonnenaufgang. Larijani war nach allgemeiner Einschätzung der letzte hochrangige iranische Beamte, der einen europäischen Außenminister anrufen konnte und ernst genommen wurde. Zwölf Jahre lang Parlamentspräsident. Chefunterhändler in Atomfragen. Doktor der westlichen Philosophie. Verfasste Bücher über Kant.
Keiner mehr da zum Verhandeln…
*
Dieser Krieg hätte mehrfach vollständig verhindert werden können. Doch Israel hat sich in seiner unendlichen Weisheit anders entschieden:
31. Juli 2024. Der Chefunterhändler der Hamas für den Waffenstillstand, Ismail Haniyeh, wurde in einer Gästeunterkunft der IRGC in Teheran getötet. Er war dort, um an der Amtseinführung des Präsidenten teilzunehmen. Er wurde auf iranischem Staatsgebiet während einer diplomatischen Veranstaltung aufgespürt und getötet. Die Waffenstillstandsverhandlungen brachen sofort zusammen.
13. Juni 2025. Israel startete den sogenannten Zwölf-Tage-Krieg, während für jenen Sonntag in Oman die sechste Runde der Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran angesetzt war. Ali Shamkhani, der Leiter dieser Gespräche, gehörte zu den Zielen. Er hatte einen Monat zuvor gegenüber NBC erklärt: „Wenn die Amerikaner so handeln, wie sie sagen, können wir mit Sicherheit bessere Beziehungen haben.“ Die Gespräche fanden am Sonntag nicht statt. Sie fanden überhaupt nicht statt.
9. September 2025. Das Verhandlungsteam der Hamas befand sich gerade mitten in einer Sitzung in Doha, in der Trumps eigener Waffenstillstandsvorschlag erörtert wurde, als israelische Kampfflugzeuge das Büro ihres Verhandlungsführers Khalil al-Hayya angriffen. Sechs Menschen wurden getötet, darunter al-Hayyas Sohn. Katar – ein Verbündeter der USA und Standort des größten amerikanischen Luftwaffenstützpunkts in der Region – bezeichnete dies als „Staatsterrorismus“. Die Hamas nannte es „die Ermordung des gesamten Verhandlungsprozesses“. Trump sagte, er sei „nicht begeistert“. Die Times of Israel berichtete, er habe im Vorfeld grünes Licht gegeben.
27. Februar 2026. Omans Außenminister stand auf und verkündete, der Iran habe einer vollständigen IAEO-Überprüfung zugestimmt. Er habe zugestimmt, niemals angereichertes Uran zu horten. Er habe zugestimmt, seine derzeitigen Bestände auf das niedrigstmögliche Niveau zu reduzieren. „Der Frieden ist in greifbarer Nähe“, sagte er.
Die Gespräche sollten am 2. März wieder aufgenommen werden.
Am 28. Februar fielen die Bomben.
Und dann Larijani vor einigen Tagen im Haus seiner Tochter.
Der Außenminister Omans veröffentlichte diese Woche einen Gastbeitrag. Er erklärte, die Vereinigten Staaten hätten die „Kontrolle über ihre Außenpolitik“ an Israel verloren. Er war bei dem Durchbruch im Februar dabei. Er bestätigte, dass das Abkommen echt sei. Der britische nationale Sicherheitsberater Jonathan Powell bestätigte, dass die Genfer Gespräche echte Fortschritte brächten. „Wir betrachteten Witkoff und Kushner als israelische Handlanger, die einen Präsidenten in einen Krieg hineingezogen haben, aus dem er herauskommen will“, sagte ein britischer Diplomat gegenüber dem Guardian.
Die Menschen, die dies hätten verhindern können, wurden alle nacheinander innerhalb eines Zeitraums von neun Monaten ausgeschaltet. Haniyeh. Shamkhani. Das Verhandlungsteam von Doha. Der Durchbruch in Oman. Jetzt Larijani. Was wir hier sehen, ist kein Krieg, den die Diplomatie nicht verhindern konnte. Es ist ein Krieg, der wiederholt am Leben gehalten wurde, indem Diplomaten getötet wurden.
Es ist niemand mehr übrig.
Die Kommandeure der IRGC, die das Vakuum füllen, nehmen keine Anrufe aus Genf entgegen. Sie haben feste Befehle und befolgen diese. Araghchi hat es so deutlich wie nur möglich ausgedrückt: „Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf diese Struktur.“ Er hat Recht. Und genau das ist das Problem. Die Struktur läuft weiter. Auf Autopilot. Ohne Gemäßigte. Ohne Auswege.
Die Lage spitzt sich zu, da Israels Eskalation den Iran-Konflikt in eine gefährliche neue Phase stürzt.
Heute früh ist die Lage völlig eskaliert, nachdem Israels Angriff das größte iranische Erdgasfeld getroffen hat: South Pars. Dieses Feld macht Berichten zufolge 75 % der iranischen Erdgasproduktion und 80–85 % der Stromversorgung des Landes aus…
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Vor 8 Stunden · 255 Likes · 178 Kommentare · Simplicius
Simplicius hat es so prägnant auf den Punkt gebracht, dass ich einfach den Beitrag zitiere:
„Israels Strategie verläuft auf zwei Gleisen gleichzeitig. Töte die Gemäßigten, um sicherzustellen, dass nur Hardliner übrig bleiben. Greife die sensibelsten Standorte des Iran an, um sicherzustellen, dass der Iran Vergeltungsmaßnahmen gegen die Infrastruktur am Golf ergreift und so die gesamte Region in ein Feuer zieht, das groß genug ist, um die Welt dazu zu zwingen, „den Iran zu vernichten“. Der Angriff auf South Pars in dieser Woche – auf die Anlage, die 75–80 % des iranischen Stromnetzes versorgt – und die sofortige iranische Vergeltungsmaßnahme gegen den LNG-Hub Ras Laffan in Katar waren keine Zufälle. Sie waren die Umsetzung dieser Strategie.“
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South Pars. Ras Laffan. Diese Namen beherrschen die Schlagzeilen, aber was bedeuten sie wirklich? Und was steht hier auf dem Spiel?
South Pars und Katars North Field sind im Wesentlichen dasselbe geologische Reservoir. Ein einziges Reservoir, durch dessen Mitte eine Grenze verläuft. Der Iran nennt seine Hälfte South Pars. Katar nennt seine Hälfte North Field (Anm.d.Ü.: Katars größte LNG-Anlagen befinden sich in Ras Laffan). Sie teilen sich dasselbe Gestein. Dasselbe Methan. Als Israel South-Pars-Anlagen angriff, griff es den geologischen Zwilling jener Anlage an, die 20 % der weltweiten LNG-Exporte liefert und dafür sorgt, dass europäische Haushalte nicht frieren müssen. Katar bezeichnete dies als „gefährlich und unverantwortlich“. Katar – das laut Reuters hinter den Kulissen Washington dazu gedrängt habe, die „Sache mit dem Iran zu Ende zu bringen“ – sieht nun zu, wie seine eigene Gasanlage brennt, als direkte Folge der Eskalation, die es selbst gefördert hat.
Simplicius’ Beschreibung von Ras Laffan:
„Die weltweit modernste Gasaufbereitungsanlage, deren Bau 14 Jahre dauerte“
Einige Ingenieure sagen, der Schaden könnte irreparabel sein. Ich weiß noch nicht, ob das stimmt. Aber selbst ein teilweiser Schaden an Ras Laffan zusätzlich zur Produktionsunterbrechung seit dem 2. März ist ein Problem, das man nicht mit einem Wartungsteam und in drei Wochen beheben kann. Man behebt es – wenn man es überhaupt kann – in Jahren…
Der Iran veröffentlichte seine Vergeltungsliste: Leviathan, Tamar, Karish, Tanin, Dalit, Heletz, Haifa Port. Das sind Israels Gasfelder und sein größter Industriehafen. Sie wurden noch nicht attackiert, aber während ihr das hier seht könnte es schon anders sein.
Donald J. Trump @realDonaldTrump:
„Israel hat aus Wut darüber, was im Nahen Osten geschah, heftig um sich geschlagen und eine große Einrichtung im Iran attackiert, die als South Pars Gas Field bekannt ist. Ein relativ kleiner Teil des Ganzen wurde getroffen. Die USA wussten nichts über diese spezielle Attacke, und das Land Katar war in keiner Weise oder Form darin involviert, und hatte keine Ahnung was passieren würde. Unglücklicherweise wusste der Iran das oder die relevanten Fakten über den South Pars Angriff nicht und hat ungerechtfertigt und unfair einen Teil von Katars LNG Gasanlagen attackiert. ISRAEL WIRD KEINE ANGRIFFE MEHR auf dieses extrem wichtige und wertvolle South Pars Feld machen, außer der Iran entscheidet törichterweise, das in diesem Fall sehr unschuldige Katar anzugreifen – in diesem Fall werden die USA, mit oder ohne Hilfe oder Zustimmung Israels, massiv das gesamte South Pars Gas Feld in die Luft jagen, mit einem Ausmaß an Stärke und Gewalt, wie es der Iran nie zuvor gesehen oder erlebt hat. Ich möchte dieses Ausmaß an Gewalt und Zerstörung nicht anordnen, wegen der langfristigen Auswirkungen auf die Zukunft des Iran, aber wenn Katars LNG wieder angegriffen wird, dann werde ich nicht zögern. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit. Präsident DONALD J. TRUMP“
Trumps Reaktion auf Truth Social bestand darin, gleichzeitig zu behaupten, die USA wüssten nichts von dem Angriff auf South Pars, Israel für den Angriff verantwortlich zu machen und dann damit zu drohen, „das gesamte South-Pars-Feld in die Luft zu jagen“, falls der Iran erneut Vergeltungsmaßnahmen gegen Katar ergreife.
Barak Ravid von Axios berichtete innerhalb weniger Stunden, dass die USA Israel grünes Licht gegeben hätten. Beides kann nicht wahr sein, und beides ist nicht gerade beruhigend. Entweder haben die USA keinerlei Kontrolle über ihren Verbündeten, oder sie lügen, wenn sie behaupten, keinerlei Kontrolle zu haben. Diese Unterscheidung hilft niemandem weiter.
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Der unmittelbare strukturelle Schaden ist bereits historisch. Oman-Rohöl erreichte 154 Dollar pro Barrel. Dubai-Rohöl 130 Dollar. Brent 102 Dollar. WTI 93 Dollar. Diese Differenz von 61 Dollar zwischen den Preisen in Oman und den USA – 65 % – ist kein Rundungsfehler. Es handelt sich um zwei Ölmärkte. Einer für Länder, die unter iranischer Transitgenehmigung physische Lieferungen aus dem Golf erhalten können. Und ein anderer für alle anderen, die Papier zu reduzierten Preisen kaufen, die die physische Knappheit nicht widerspiegeln. (Silber kommt ins Spiel)
Die London Metal Exchange hat am 16. März alle Kontrakte ausgesetzt. Das erste Mal überhaupt. Der Versicherungsmarkt für Kriegsrisiken im Seeverkehr ist seit der ersten Woche praktisch geschlossen.
Das ist die kurzfristige Lage.
Hoch, aber überschaubar. Eine Fieberzacke.
Auf mittlere Sicht wird die Lage strukturell. Ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels auf dem Seeweg wird über die Straße von Hormus abgewickelt. China hat die Ausfuhr von NPK-Düngemitteln gestoppt und die Aussetzung der Phosphatausfuhren bis August verlängert. Indien hat China um eine Notfalllieferung von Harnstoff gebeten – ohne Erfolg. Der Stickstoff und das Phosphat, die während der Aussaatzeit auf der Nordhalbkugel eigentlich in den Boden eingebracht werden sollten, kommen nicht an. Nicht in diesem Frühjahr. Das biologische Zeitfenster für die Frühjahrsdüngung in weiten Teilen Europas und Nordamerikas reicht bis Mai. Es ist der 19. März. Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht.
Ein typisches Beispiel: Sri Lanka… Eine Saison mit Verbot von Kunstdünger im Jahr 2021. Die Reisproduktion sank um 40 %. Die Preise schossen in die Höhe. Die Regierung stürzte. Das war in EINEM Land, EINE politische Entscheidung, die innerhalb weniger Monate rückgängig gemacht wurde. Was derzeit geschieht, ist, dass dieselbe Einschränkung gleichzeitig auf die weltweite Versorgung auf dem Seeweg angewendet wird, ohne dass eine Kehrtwende in Sicht ist – und das während des wichtigsten Anbauzeitraums des Jahres.
Eine weitere, in den Medien kaum beachtete Lieferkette, die auf denselben Abgrund zusteuert, ist die pharmazeutische. Paracetamol. Ibuprofen. Metformin – das weltweit am häufigsten verschriebene Diabetesmedikament. Alle bestehen zu 80–100 % aus petrochemischen Derivaten. Der Naphtha-Rohstoff, den asiatische Pharmafabriken benötigen, sitzt hinter der Blockade fest. Niemand verfügt über strategische Reserven für pharmazeutische Rohstoffe. Niemand hat jemals daran gedacht, solche anzulegen.
Die langfristige Perspektive? Oh Mann… Die Leute denken an die 1970er Jahre… Ich sage euch, wie das in beide Richtungen scheitern wird.
Im Oktober 1973 drosselte die OPEC die Fördermengen, und die Welt geriet in eine Phase der Stagflation, die das Jahrzehnt prägte. Die Folgen waren verheerend. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass man 1973 den Hahn wieder aufdrehen konnte. Die Infrastruktur war vorhanden. Es ging lediglich um den politischen Willen, nicht um die technischen Möglichkeiten.
Was derzeit geschieht, ist völlig anders. Es wurde kein Schalter umgelegt. Der Schalter wurde bombardiert! Das Shah-Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten – die weltweit größte Ultra-Sour-Gas-Anlage – ist außer Betrieb. Die South-Pars-Phasen brennen. Habshan und das Bab-Feld in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden stillgelegt. Kuwait produziert nur noch die Hälfte seines Öls. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwas mehr als die Hälfte. Saudi Aramco hat alle 54 seiner Hubbohrinseln stillgelegt. Wenn sich die politische Lage irgendwann klärt, kann man diesen Schalter nicht einfach umlegen. Man muss ihn neu aufbauen. Das dauert Jahre.
Die Schuldenquote lag in den 1970er Jahren bei etwa 35 %. Wir konnten das verkraften. Man konnte während der Stagflation Defizite einfahren und auf der anderen Seite wieder herauskommen. Aber jetzt?? Die US-Staatsverschuldung hat vor wenigen Tagen die Marke von 39 Billionen Dollar überschritten. Schuldenquote? Über 120 %. Und alles läuft so reibungslos, dass das Pentagon den Kongress lediglich um eine kleine Zusatzfinanzierung von gerade einmal 200 Milliarden Dollar bitten muss. Das FPRI hat berechnet, dass die ersten vier Tage allein für Munition 10 bis 16 Milliarden Dollar gekostet haben… Ja. Alles ist in Ordnung. Sprich mir nach: Alles ist in Ordnung. Atme aus. Wiederhole es so lange, bis du es glaubst.
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Die US-Notenbank hat diese Woche die Zinsen unverändert gelassen – zum zweiten Mal in Folge – und Powell bezeichnete den Energieschock als „im Großen und Ganzen vorübergehend“.
„Vorübergehend“.
Ich glaube, das habe ich schon einmal irgendwo gehört. Sehr beruhigend. Aber Sie werden mir verzeihen, wenn ich noch nicht gleich die Partyballons heraushole.
Als Powell die pandemiebedingte Inflation im Jahr 2021 als „vorübergehend“ bezeichnete, beschrieb er einen Nachfrageschock in einem System mit intakten Lieferketten. Und wir alle wissen, wie das ausgegangen ist. „Vorübergehend“
Dieser Öl- und Gasschock ist ein Angebotsschock in einem System mit physisch zerstörter Infrastruktur, finanziert von einem Land mit Billionen an Schulden, das sich nicht einmal die zur Bekämpfung der Inflation erforderlichen Zinsen leisten kann. Ganz zu schweigen von einem Krieg.
Die Fed sitzt in der Falle. Entweder sie erhöht die Zinsen und stürzt das Land in eine kriegsbedingte Rezession, oder sie hält die Zinsen stabil und sieht zu, wie sich die Inflation festsetzt. Es gibt keine guten Optionen mehr.
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Wie ich bereits erwähnt habe: In den ersten 96 Stunden des Krieges hat die Koalition 5.197 … 8 … 9 … 5.200 … Munitionseinheiten aus etwa 35 verschiedenen Typen verbraucht. Die Kosten für den Ersatz: 10 bis 16 Milliarden Dollar. Und das allein in den ersten vier Tagen. Wir sind jetzt seit drei Wochen dabei. Und sie verlangen 200 Milliarden Dollar. Das wird definitiv nächste Woche enden.
Die Vorwarnzeiten in Israel sind von fünfzehn Minuten am ersten Tag auf jetzt drei Minuten gesunken, wobei manche Angriffe ohne jegliche Vorwarnung erfolgen. Der Bestand an Abfangraketen ist praktisch aufgebraucht – darüber habe ich vor über zwei Wochen geschrieben, und das wird nun nicht durch meine Notizen bestätigt, sondern durch die gelebte Realität von Streumunition, die auf dem Hauptbahnhof Savidor einschlägt, und Privatjets, die am Ben-Gurion-Flughafen brennen.
Der Iran hat diese Woche zum ersten Mal in diesem Konflikt seine ballistische Rakete „Haj Qassem“ eingesetzt. Eine Rakete, die speziell dafür entwickelt wurde, die Verteidigungsanlagen zu überwinden, über die Israel nicht mehr verfügt. Sie wurde nicht wochenlang zurückgehalten, weil der Iran sich das Beste aufheben wollte. Sie wurde zurückgehalten, weil man eine Rakete, die das Schloss knackt, erst dann einsetzt, wenn das Schloss gebrochen ist.
Das Schloss wurde bombardiert, zerschlagen, unwiderruflich und vollständig zu Staub zermalmt. Es IST zerbrochen.
Die Anzahl der iranischen Raketenstarts hat nicht abgenommen und in der letzten Woche zugenommen.
Die Koalition hat 10 % ihrer gesamten MQ-9-Reaper-Drohnenflotte verloren.
Die USA haben derzeit kein einziges Kriegsschiff im Persischen Golf stationiert – die in Bahrain stationierten Küstenkampfschiffe, deren einziger Zweck darin besteht, Schnellboote der IRGC zu bekämpfen und Minen zu räumen, wurden vor drei Tagen in Malaysia gesichtet. Mir wurde gesagt, dass die Strände um diese Jahreszeit wunderschön sind.
Der Iran besitzt über 30 Schnellboote, die die Meerenge patrouillieren, Schiffe kontrollieren und nicht genehmigte Durchfahrten zur Umkehr zwingen. „Der Persische Golf ist jetzt ein iranisches Gewässer“, sagte ein Analyst. Das ist keine Übertreibung. Es ist Erdkunde, Dummkopf.
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Die erklärten Bedingungen des Iran lauten: Reparationen, die Schließung aller US-Basen im GCC und Garantien gegen zukünftige Aggressionen.
Das erklärte Ziel der USA: Regimewechsel, Denuklearisierung, Auflösung des „iranischen Terrorregimes“.
Keine Seite hat sich auch nur einen Zentimeter bewegt. Die einzigen Leute, die einen Mittelweg hätten finden können, sind entweder tot oder kaltgestellt.
Tulsi Gabbard sagte vor dem Kongress, dass das Nuklearprogramm „vernichtet wurde und der Iran es NICHT wieder aufbaut.“
Interne Risse…
Erste Schritte zu einer Amtsenthebung?
Joe Kent, der bis zu seinem Rücktritt am Montag das National Counterterrorism Center leitete, sagte, dass es keine unmittelbare Bedrohung gab und dass Israel die Entscheidung angetrieben habe.
Der Kriegsgrund löst sich vor aller Augen in Luft auf, aktenkundig, während der Krieg trotzdem weitergeht.
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Die Golfstaaten, die hinter verschlossenen Türen eine Eskalation gefordert hatten, stehen nun in Flammen. Katar hat nach dem Angriff auf Ras Laffan iranische Diplomaten ausgewiesen. Katar – das jahrelang zwischen dem Iran und dem Westen vermittelt hat, das der Iran während der Isolation durch den Golf-Kooperationsrat (GCC) im Jahr 2017 mit Lebensmitteln versorgt hat und das sich ein Gasfeld mit dem Iran teilt – befindet sich nun in einer direkten militärischen Konfrontation mit seinem Nachbarland. Die Staatenkette von Kuwait bis Oman hat zwei Wochen lang hinter ihren Firewalls den Krieg angefeuert. Es war klar, dass die Infrastruktur dieser Länder auf der Vergeltungsliste des Iran stehen würde. Das wussten sie. Sie haben es trotzdem getan.
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Der belgische Premier – dessen Land das Hauptquartier der NATO beherbergt – sagte diese Woche zur Financial Times, dass Europa seine Beziehungen zu Russland normalisieren müsse. Er sagte: „Privat stimmen mir die europäischen Führer zu. Aber keiner traut sich, es laut zu sagen“. Die Koalition, die sich weigerte, Schiffe nach Hormus zu entsenden, fängt nun an, den leisen Teil öffentlich zu äußern.
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Ich sehe nur ein einziges Szenario, bei dem dies innerhalb weniger Wochen enden könnte: ein massiver Zusammenbruch der iranischen Innenpolitik, der zu einem ausgehandelten Machtwechsel führt. Das ist nicht eingetreten. Es ist zweifelhaft, dass es jetzt noch geschehen wird.
Jedes andere Szenario dauert Monate, wenn nicht Jahre.
Die Schäden an der Energieinfrastruktur sind bereits teilweise irreversibel. Das Zeitfenster für Düngemittel ist im Grunde genommen vorbei. Das Yuan-Transitsystem wird Welle für Welle, Hafenanlauf für Hafenanlauf institutionalisiert. Der Petrodollar bricht auf die Weise auseinander, wie ich es in meinem Artikel „Bretton Whoops“ beschrieben habe. (https://no01.substack.com/p/the-bretton-whoops)
Die USA scheinen ihr Handelsdefizit in drei der letzten vier Monate bereits in Gold zu begleichen.
Die Fed sitzt in der Falle.
Und zu den derzeitigen Schulden in Höhe von 39 Billionen Dollar kommen noch 200 Milliarden Dollar an neuen Schulden hinzu, zusätzlich zu einem globalen Energieschock.
Und der letzte Gemäßigte liegt tot im Wohnzimmer seiner Tochter.
Gott steh uns allen bei.
Danke – habs mal geklaut und weitergetragen.
Die diesjährige Brüsseler Botschafterkonferenz wurde im Schatten des Iran-Kriegs abgehalten. Ursula von der Leyen fand zwar Worte der Rüge für Teheran, konnte sich aber nicht dazu durchringen, Israel und die USA für ihre völkerrechtswidrige Kampagne zu verurteilen. Stattdessen rief sie dazu auf, die Macht der Europäischen Union zu stärken und dafür weltweit Allianzen zu schmieden. Unser Autor Pierre Lévy beleuchtet heute das Brüsseler Machtgefüge und die globalen Ambitionen seiner Protagonisten.
Ein Kommentar in der spanischen El País brachte es auf den Punkt: Die heutige Führung von EU und NATO ist „die schlechteste seit Jahrzehnten“. So habe der Angriff der USA und Israels auf Iran die Inkompetenz der Spitzenpolitiker beider Blöcke offenbart, argumentiert Claudi Perez. Der Artikel nimmt auch Bundeskanzler Friedrich Merz ins Visier.
Der Iran-Krieg hat Folgen für Russland, die dem Westen nicht gefallen. So sind die Verknappung und der Preisanstieg bei Erdöl und Erdgas nur die Spitze des Eisbergs. Im Persischen Golf sind auch Tonnen von Aluminium und chemischen Erzeugnissen wie Düngemittel blockiert. Die Verknappungsrisiken haben bereits zu einem enormen Preisanstieg bei all diesen Gütern geführt, wie Olga Samofalow in ihrer heutigen Analyse zeigen kann.
Angesichts der internationalen Lage kann nicht überraschen, was Kremlsprecher Dmitri Peskow zu Protokoll gab: Die Verhandlungen im trilateralen Format zwischen Russland, den USA und der Ukraine seien derzeit ausgesetzt. Moskau werde jedoch weiterhin mit der Ukraine über den Austausch von Gefangenen in Kontakt bleiben.
https://twitter.com/KAGdrogo/status/2034753260561870937#m
So sieht eine Furie aus wenn sie ungehindert ein Großteil der Welt zerstört. Alle sehen zu. Ist das alleine auf die Atomwaffen, die Israel ungehindert besitzt, zuzuschreiben? Eine große Frage stellt sich, woher hat Israel soviel Waffen? Wer hat sie geliefert und liefert noch? Woher hat Israel das Geld für die Waffen? Welche Strategie verfolgen die Kriegsfinanziers?
Dumm nur, dass es jetzt in TelAviv genauso aussieht.
tut es das?
Warum ist das „dumm“?
Zeig mal Bilder aus Tel-Aviv… (rhetorische Frage)
Ein interessanter Aspekt. Die Klimabewegung unterliegt jetzt der Finanzpolitik. Einstige riesige Bodenvermögen, fossile Lagerstätten, werden zu gestrandeten Vermögenswerte. Die Wortfindung entspricht dem Zeitgeist. Gestrandete Vermögenswerte erscheinen nicht mehr in den Bilanzen der Konzerne. Ausführende Organe der Klimapolitik sind die Finanzinstitute. Sie bewerten den Nutzen und das Risiko eines Wirtschaftsunternehmen. Da entstehen Kunstobjekte, Scheinobjekte wie der Green Deal. Die Politik hat die Macht der Finanzinstitute entdeckt. Sie verwendet die Kriterien von Basel III vermehrt auch an den Richtlinien der genehmen Kultur an. Wer nicht folgsam ist wird durch Finanzinstitute bestraft.
https://magma-magazin.su/2026/03/mark-keenan/klimapolitik-als-instrument-der-finanziellen-kontrolle/