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Schönes Wochenende!
https://edwardcurtin.com/russia-satan-and-the-parviscient-crowd/
Russland, Satan und die unwissende Menge
von Edward Curtin, 09.10.2026
Vor 10 Jahren aß ich mit einem Mann zu Mittag, der vehement darauf pochte, dass Wladimir Putin der satanische Anführer eines bösen Landes sei und Hillary Clinton eine große Amerikanerin, die Präsidentin sein sollte. Das war zwei Jahre nachdem die US-Regierung unter Barack Obama, Joseph Biden, Victoria Nuland und der CIA in der Ukraine einen Staatsstreich durchgeführt hatte, als Teil ihres Stellvertreter-Kriegs gegen Russland, und damit den Neonazis in der Ukraine zu mehr Macht verhalf. Als Russland gegen diesen Umsturz an seiner Westgrenze protestierte, da machte sich Washington über solche Bedenken lustig. Jedes Mal wenn sich Russland über so provokante Schritte beschwerte, haben die USA – und das seit Jahrzehnten – das als bedeutungslos abgetan.
Jahrelang hatten die USA die Ukraine dabei unterstützt, die russischsprachigen Bevölkerungsgruppen in der Ostukraine zu töten, und als die Ukraine schließlich Truppen für einen Einmarsch in die Donbass-Region zusammengezogen hatte, da hatte die russische Regierung die Schnauze voll und entsandte im Februar 2022 Truppen in die Region, um dieses Gebiet zu verteidigen. So gab der heuchlerische Westen vor, empört darüber zu sein, dass das, was er selbst geschaffen hatte, nun schließlich nach hinten losging. Russland wurde als Schuldiger für die Invasion der Ukraine hingestellt. Seit Jahren tobt nun schon um die Ukraine ein regelrechter Stellvertreterkrieg der USA und der NATO gegen Russland, und es wird mit fortschreitender Dauer immer gefährlicher. Eine nukleare Vernichtung wird zu einer sehr realen Möglichkeit, da die Trump-Regierung immer weiter an die Grenzen geht und nun sprachliche Bewusstseinsmanipulation (linguistic mind control) einsetzt, um die Tatsache zu verschleiern, dass die Vereinigten Staaten die treibende Kraft hinter diesem Krieg sind.
Hillary Clinton war in den vorangegangenen fünf Jahren Obamas Außenministerin gewesen und hatte unter anderem die Zerstörung Libyens durch die US-Regierung im Jahr 2011 angeführt. Als der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi gefangen genommen, brutal gefoltert und ohne Gerichtsverfahren hingerichtet wurde, triumphierte sie bekanntlich, lachte und sagte: „Wir kamen, wir sahen, er starb.“
Wenn das kein Zeichen des Bösen war, was dann? Doch dieser Mann und seine Schwester, die ebenfalls bei dem Mittagessen anwesend war, gehören zu ihren Anhängern und hatten vor, für sie zu stimmen.
Als ich Putin und Russland gegen den Vorstoß der USA und der NATO verteidigte, Russland mit Truppen, Stützpunkten und Atomwaffen zu umzingeln, wurde ich von diesem Mann und seiner Schwester als bösartiger Verschwörungstheoretiker angegriffen. Sie beharrten darauf, Putin sei satanisch, und ohne es ausdrücklich zu sagen, warfen sie mir vor, ein „kommunistischer“ Sympathisant zu sein – diese alte Lüge, die ich von diesen großen Patrioten schon seit den 1960er Jahren zu hören bekomme, als ich mich gegen den Krieg der USA gegen Vietnam aussprach.
Seit vielen Jahren verlegen die USA und die NATO Streitkräfte und Stützpunkte in Länder, die Russland umgeben. Dazu gehören auch Waffen, die sehr schnell für den Einsatz von Atomwaffen umgerüstet werden können. Das käme dem gleich, als würde Russland dasselbe in Mexiko und Kanada tun – und fügen wir noch Kuba hinzu. Wir wissen, wie die Reaktion der USA ausfallen würde, doch als Putin und seine Regierung Einwände erhoben und erklärten, dies sei ein Verrat an früheren Vereinbarungen und eine Bedrohung für uns, wurde er abqualifiziert als wäre er ein Kind, das sich Sachen ausdenkt.
Die Zeit und die Propaganda fordern bei vielen Menschen mit zunehmendem Alter ihren Tribut, so wie es auch bei meinen Gesprächspartnern der Fall war, die in ihrer Jugend vielleicht entsetzt über Clinton gewesen wären und nicht für sie gestimmt hätten. Die antirussische Ideologie, die ihnen seit ihrer Jugend eingetrichtert worden war, gewann jedoch die Oberhand, als sie mit voller Wucht aus einem Schachtelteufel tief in ihrer Psyche hervorbrach.
Außerdem warfen sie mir vor, Donald Trump bei den bevorstehenden Wahlen 2016 zu unterstützen, was lächerlich war, da ich nicht an amerikanischen Präsidentschaftswahlen teilnehme und Trump für mich schon immer abstoßend und gefährlich war. Da sie Trump jedoch als Putins rechte Hand betrachteten – wie Clinton und die Demokraten absurd behaupteten – lag ich doppelt falsch, war irgendwie unpatriotisch und ein „kommunistischer“ Sympathisant. Der ehemalige CIA-Analyst Raymond McGovern hat „Russiagate“ überzeugend entlarvt. Siehe: https://covertactionmagazine.com/2021/11/05/ray-mcgovern-the-man-who-got-russiagate-right-and-tried-to-warn-the-public-to-no-avail/
https://www.youtube.com/watch?v=C076WWAP3ak
https://www.youtube.com/watch?v=7oXh4tPu5cU
Für sie war Putin schrecklich böse, das war alles, was zählte, und ich verteidigte den Teufel.
Es kam ihnen damals nicht in den Sinn – und tut es wahrscheinlich auch heute nicht – dass Trump ein Erzfeind Russlands ist und seine Rolle als US-Präsident erfüllt, indem er die westlichen Bemühungen fortsetzt, Russland durch den Ukraine-Krieg zu zerstören, nun unter dem Deckmantel der „NATO-isierung“ bzw. „Ukrainisierung“, so wie es Richard Nixon mit der „Vietnamisierung“ in Vietnam tat. Dieser Krieg wütete noch 5–6 Jahre weiter, nachdem der Begriff eingeführt worden war, um die Öffentlichkeit zu täuschen. Der aktuelle Krieg gegen Russland wird ebenso verlaufen, es sei denn, Russland erringt einen überwältigenden Sieg, der nicht zu leugnen ist, oder es bricht ein Atomkrieg aus, und dann gibt es nichts mehr zu sagen.
Ich erwähne diesen Vorfall aus dem letzten Jahrzehnt, weil in den vergangenen Jahren noch deutlicher geworden ist, dass der tief verwurzelte Hass der Amerikaner auf Russland nach wie vor ungebrochen ist und dass die US-Regierung, ganz gleich, wer Präsident ist, ihre Bemühungen zur Zerstörung Russlands fortsetzen wird. Es spielt keine Rolle, welche Veränderungen in Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion oder dem Ende der von den USA unterstützten Präsidentschaft von Boris Jelzin in den 1990er Jahren, die dem Land so großen Schaden zugefügt hat, stattgefunden haben. Die herrschende Klasse der USA will nichts Geringeres als die totale Kontrolle über Russland. Genau wie in den 1960er Jahren, als der demokratische Präsident Lyndon Johnson Vietnam offen angriff und der republikanische Präsident Richard Nixon dies dann unter dem propagandistischen Deckmantel der „Vietnamisierung“ fortsetzte [beide waren als „Friedenskandidaten“ gewählt worden], so soll auch der Wechsel von Biden zu Trump täuschen.
Als dieser Mann mir vorwarf, Trump zu unterstützen, war er das perfekte Beispiel für unwissende Amerikaner, die durch jahrelange antirussische Propaganda vergiftet wurden – was Jacques Ellul in seinem Klassiker „Propaganda“ wie folgt beschreibt:
Dem Einzelnen darf es nicht gestattet sein, sich zu erholen, sich zu sammeln oder über relativ lange Zeiträume hinweg von der Propaganda unberührt zu bleiben, denn Propaganda ist kein Zauberstab. Sie beruht auf einer langsamen, stetigen Prägung. Sie schafft Überzeugungen und Gehorsam durch unmerkliche Einflüsse, die nur durch ständige Wiederholung wirksam werden. Sie muss für den Einzelnen ein vollständiges Umfeld schaffen, aus dem er niemals herauskommt. Und um zu verhindern, dass er externe Bezugspunkte findet, schützt sie ihn, indem alles zensiert wird, was von außen hereinkommen könnte. Der langsame Aufbau von Reflexen und Mythen, von psychologischem Umfeld und Vorurteilen erfordert Propaganda von sehr langer Dauer.
https://ratical.org/ratville/AoS/Propaganda-JE-Vintage1973.pdf#page=37
Und das ist genau das, was die anti-russische Propaganda mit vielen Amerikanern angestellt hat.
Ich erwähne diesen Vorfall auch, weil ich kürzlich ein sehr kurzes Gespräch mit der Schwester des Mannes hatte, und die darauf bestand, dass die Ukraine unter Selenski in ihrem Kampf gegen Russland im Recht sei. Als ich andeutete, dass sie die langen Hintergründe der Bemühungen der USA, Russland zu zerstören, nicht kenne, reagierte sie gereizt, und das Gespräch endete abrupt, genau wie vor einem Jahrzehnt.
Die Menschen hören nicht gern, dass sie ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben und Opfer von Propaganda sind. Sie müssten recherchieren, um zu einer fundierten Schlussfolgerung zu gelangen. Doch der Durchschnittsbürger will keine Recherchen anstellen; er zieht es vor, Schlussfolgerungen auf der Grundlage der Konzern-Massenmedien zu ziehen, die die Propagandainstrumente der herrschenden Klasse sind. Und diese Medien präsentieren ein riesiges Kaleidoskop historisch kontextloser Informationen, die durch ihren Geist schweben, während sie durch die Bildschirme ihrer digitalen Geräte wandern und verschwinden – „wie ein pointillistisches Gemälde“, um es mit Elluls Worten zu sagen. Und das schrieb er bereits 1965.
Die Gedanken der Amerikaner wurden schon seit sehr langer Zeit gegen Russland vergiftet. Das hat fast schon theologische Ausmaße. Es reicht sogar bis vor den ersten Kalten Krieg zurück. Man könnte sagen, wir befinden uns im zweiten Kalten Krieg, doch vielleicht wäre es noch zutreffender zu sagen, dass der erste nie geendet hat. Mythen halten sich lange, und die teuflisch geschürten Ängste vor den bösen Russen und Chinesen sind tief in der Psyche der Amerikaner verankert. Der Mann und seine Schwester, beide in den Siebzigern, sind gute Beispiele dafür.
Im Kern dieses Geschwätzes liegt sein Gegenteil – die Wahnvorstellung, dass die Vereinigten Staaten als gesegnetes und gutes Land eine göttliche Mission haben, „Demokratie“ und „Freiheit“ in der ganzen Welt zu verbreiten, wie Hillary Clinton während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 erklärte, als sie sagte: „Wir sind großartig, weil wir gut sind“, und wie George W. Bush 2004 sagte: „Wie Generationen vor uns haben wir eine Berufung von jenseits der Sterne, für die Freiheit einzustehen.“
Solche Äußerungen konnten von den unzähligen Opfern, die von den gewalttätigen Führern der USA „befreit“ und „demokratisiert“ wurden, nur mit sarkastischem Gelächter aufgenommen werden. Doch diese dualistische politische Kosmologie – das Göttliche gegen das Dämonische – ist so fest in der mythischen amerikanischen Kultur verankert, dass wir sicher sein können: Wenn sich die nächste Gelegenheit ergibt – und das wird sie – dann wird sie herangezogen werden, um die US-Aggression gegenüber Russland und dem „bösen“ Putin zu rechtfertigen.
Man muss weder Russland noch die ehemalige Sowjetunion und ihre Führer verherrlichen, noch zögern, deren Handlungen zu kritisieren, um zu erkennen, wie grob die manichäische Mythologie der USA die Wahrheit verzerrt.
Professor Michel Chossudovsky, der „Global Research“ in Montreal, Kanada, leitet, hat viel dazu beigetragen, die Öffentlichkeit über den langjährigen, feindseligen Hass der USA und des Westens auf Russland aufzuklären. Hier ist seine kurze Zusammenfassung zur Geschichte der von den USA geführten Kriege gegen Russland und die Sowjetunion. Sie enthält auch eine Zusammenfassung des US-Projekts, die Sowjetunion von der Landkarte zu tilgen: 204 Atombomben, 66 Städte. (15. September 1945): https://www.globalresearch.ca/america-has-been-at-war-with-russia-for-more-than-100-years/5860109
Dieses letztgenannte Projekt, das zu einer Zeit konzipiert wurde, als die USA und die Sowjetunion Verbündete im Kampf gegen Nazideutschland waren, verdeutlicht das Ausmaß des nihilistischen Hasses auf dieses Land. Diese Angst und dieser Hass spielen seitdem eine zentrale Rolle in der US-Propaganda und haben die Einstellung der Amerikaner gegenüber Russland und seinen Führern nach und nach vergiftet. Deshalb wird Putin von so vielen als der leibhaftige Teufel angesehen, obwohl die Vereinigten Staaten seit langem der eindeutige Aggressor sind.
Aber wenn Mythen den Verstand beherrschen, dann spielen Fakten keine Rolle. Die unwissende Menge, die durch andauernde Propaganda vergiftet ist, hasst Russland mehr als den Krieg, und wenn sie den Zauberbann nicht brechen kann, unter dem sie steht, dann wird sie bereit sein, für ihre Führer einen Atomkrieg zu riskieren, um den „satanischen“ Putin zu besiegen.
Wenn Unwissenheit Stärke ist, dann liefert das Beschwören ausländischer Teufel die „Erlösung“.
Danke danke Katerchen ;o)
Wer einen guten Magen hat, sollte sich die Rede des Bundeskanzlers auf dem Deutschlandtag der Jungen Union anhören. Mir ist jedenfalls bereits schlecht.
Die große Lüge von der Sniper Alley, Zmaja od Bosna, ist, daß ständig behauptet wird es wären dort von serbischen Scharfschützen Bosniaken erschossen worden. Es waren aber Serben die von Istocno Novo, der serbische Stadtteil Sarajevo, über die Zmaja od Bosna zur Stadtmitte gehen mussten um sich mit dem täglichen Bedarf zu versorgen. Wie verlogen die Geschichte ist wird durch das erschossene serbische Mädchen im Bus von der Stadtmitte nach Istocno Novo gezeigt. Das war die größte Propaganda-Aktion der NATO und EU. Sie konnte nur so erzählt werden weil nie erklärt wurde, daß in Sarajewo serbische Stadtteile gibt. Leider habe ich vergessen in welcher Ausgabe der NZZ neuesten geschildert wird wie die serbischen Zivilisten von den muslimischen Milizen auf der Straße gezielt erschossen werden. Mit frohlocken über die Abschussquote, tatsächlich ähnlich wie die israelischen Soldaten beim gezielten Erschießen von Araber, wird geschildert wie erfolgreich sie gegen Serben vorgehen. Auch wird erzählt, daß die Straße von den Serben benutzt werden muss um sich zu versorgen.
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/wie-die-gruenen-vom-radikalpazifismus-zur-verteidigung-kamen-accg-201259677.html
Meintest du diesen Beitrag, Affentheater?
https://www.nzz.ch/international/reiche-europaeer-die-auf-menschen-im-belagerten-sarajevo-schiessen-wie-passt-das-ins-bild-des-bosnienkrieges-ld.10020164
Nachtrag zu den fliegenden Teslas gestern; Schlechte Zeiten für Klimakleber. ;o)
Das wird dann wohl ne Hinrichtung!
1. Die Luft schießt mit Überschallgeschwindigkeit und einem Druck von über 680 bar aus den Düsen. Ein solcher Druck reißt menschliches Gewebe und Haut sofort auf. Wenn diese Druckwelle den Brustkorb oder Kopf trifft, führt das zu schweren inneren Zerrüttungen, Schädel-Hirn-Traumata und dem sofortigen Reißen der Lunge.
2. Wenn hochkomprimiertes Gas schlagartig expandiert, kühlt es extrem stark ab (Joule-Thomson-Effekt). Das austretende Gas erreicht Temperaturen weit im Minusbereich. Auf der Haut führt das in Millisekunden zu schwersten Erfrierungen (Gefriertrocknung des Gewebes).
3. Das Triebwerk erzeugt punktuell eine Schubkraft von über 80 Kilonewton. Das entspricht der Wucht, als würde man von einem herabstürzenden Lkw getroffen. Ein Mensch würde mit massiver Gewalt weggeschleudert werden, was schwere Knochenbrüche und Schädelverletzungen zur Folge hätte. (Blöd, wenn man festgeklebt ist.)
4. Der extreme Luftstrom wirbelt Staub, Steine und Asphaltteile auf, die wie Gewehrkugeln wirken. Zudem ist der Knall beim Austritt der Überschall-Druckluft so laut, dass das Trommelfell sofort platzt und dauerhafte Gehörschäden entstehen.
Der Überflug hätte sicherlich eine nachhaltige Wirkung. 😉
Alles eine Frage des Abstandes
Fliegt er in 10cm Höhe über die Kleber, hättest Du recht. Fliegt er 2m hoch, wird es nur windig und kalt.